Beratungszentrum des Diakonischen Werkes offiziell eröffnet

Nach fast 40 Jahren ist das Diakonische Werk Gießen aus der bisherigen Zentrale in der Gartenstraße in neue Räume in der Südanlage 21 umgezogen. Mit einem Gottesdienst in der Johanneskirche Gießen sowie dem anschließenden Rundgang, Imbiss und Tag der offenen Tür am neuen Standort wurde das Beratungszentrum offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Damit ist auch ein längerer Leerstand eines Hauses in exponierter Lage inmitten der Gießener Innenstadt beendet. Das Diakonische Werk hat insgesamt ca. 1300 m² in der Südanlage angemietet, in drei miteinander verbundenen und ineinander übergehenden Häusern. Mit zwei Vermietungsparteien wurden die Mietverträge abgeschlossen. „Es war nicht einfach für uns, bei der heutigen Größe des Diakonischen Werkes ein geeignetes Objekt zu finden. Um so mehr sind wir alle erfreut, wie positiv sich dieses entwickelt hat“, sagte Holger Claes, Leiter des Diakonischen Werkes Gießen, anlässlich der Einweihung.

Das Vorderhaus war früher vielen Gießenern bekannt durch die Nutzung der Deutschen Rentenversicherung und zuletzt des Regierungspräsidenten. Es ist Ende des letzten Jahrtausends vollständig entkernt worden. Hinter der erhaltenen Fassade wurden sämtliche Innendecken und –wände neu aufgebaut.

28 Büroräume, davon zwei Archivräume, werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt. Zudem stehen vier Gruppenräume in unterschiedlicher Größe, ein interner Sitzungsraum und drei Küchen für die Arbeit zur Verfügung. Im gesamten Hausbereich ist ein barrierefreier Zugang möglich. Es gibt einen Schiebetüreneingang, einen Aufzug und einen Rollstuhllift zwischen dem 1. Stock des Vorderhauses und des nächsten Hauses. Auch der Sanitärbereich ist gut ausgestattet. Eine Behindertentoilette und eine Dusche gehören dazu.

„Es war ein großes Ziel, unsere Sprechstunden deutlich auszuweiten, damit Menschen tagsüber kommen können und die Türen offen sind“, erläuterte Ute Kroll-Naujoks, stellvertretende Leiterin des Diakonischen Werks Gießen. Das bisher sehr eingeschränkte System mit Sprechstunden wurde abgelöst durch werktägliche Öffnungszeiten von 8.30 Uhr bis 15.00 Uhr. Auch danach sind immer Terminvereinbarungen möglich. Jeden Abend finden im Haus bis zu vier verschiedene Gruppen- und Therapieangebote statt. Das neue eingerichtete Bewerbercafé für Flüchtlinge findet einmal wöchentlich statt.

Im Foyer des Erdgeschosses werden mit einem hellen und freundlichen Zugang die Menschen willkommen geheißen. Von dort aus können die Ratsuchenden gut auf den Weg begleitet werden, damit sie die entsprechende Fachberatung erhalten können. Fachabteilungen in der Südanlage sind die Schuldner-, die Sucht-, die Migrations- und Flüchtlingsberatung, der Jugendmigrationsdienst sowie das zentrale Büro der Tafel Gießen. Dazu kommen noch das Rechnungswesen, die Leitung sowie das Sekretariat.

„Wir sind gut angekommen. Alle sind sehr motiviert, diakonisches Handeln weiter zu stärken und damit Menschen zu helfen“, sagte Claes. Die Südanlage 21 sei aber auch für die vielen Mitarbeitenden der Diakonie Anlaufpunkt, wenn es um grundsätzliche Angelegenheiten gehe und soll darüber hinaus auch einen Ort bilden, an dem fachliche Diskurse für den sozialen Standort in der Stadt und im Landkreis Gießen ihren Ausgangspunkt finden sollen, gemeinsam beispielsweise mit der Liga der Wohlfahrtsverbände.

2018-03-06T21:53:43+00:00