Tafel vorübergehend in einem Zelt

Große Dinge bewegen derzeit die Mitarbeiter der Gießener Tafel. Der stark beanspruchte Fußboden in der Tafel muss dringend erneuert werden, aber gleichzeitig wollen die Verantwortlichen den Tafelbetrieb nicht unterbrechen.

Neben allen Fußböden werden im Sortierbereich auch die Wände gefliest. Im Anliefer- und Ausgabebereich werden sie gestrichen. Für den Weiterbetrieb der Tafel setzen die Mitarbeiter auf eine vorübergehende Notlösung: Zunächst soll das Gebäude vollständig geräumt werden. Notwendige Utensilien für den Betrieb werden in ein Zelt auf dem Gelände der Jugendwerkstatt nebenan gebracht. In der beheizten Unterkunft mit Fußboden soll ab nächster Woche für voraussichtlich drei Wochen die Ausgabe erfolgen.

Eine Förderung durch das hessische Sozialministerium macht die Maßnahme möglich. Da die finanzielle Unterstützung nur noch in diesem Jahr gilt, herrscht aber Zeitdruck. »Hier sind die Ehrenamtlichen bereit gewesen, in toller Weise zusätzliche handwerkliche und organisatorische Aufgaben zu übernehmen, um die Tafel funktionieren zu lassen«, bedankt sich Holger Claes, der die Aktion im Diakonischen Werk federführend begleitet.

Die Renovierung wirkt sich nicht nur auf die Mitarbeiter der Tafel aus, sondern auch auf die Bedürftigen. Anna Conrad vom Diakonischen Werk teilt mit, dass vorübergehend keine Kühlware in der Ausgabe zu erhalten sei, da notwendige Kühlmöglichkeiten während der Übergangszeit nicht vorhanden seien. »Deshalb zahlen die Kunden in dieser Zeit auch geringere Beiträge«, erklärt Conrad. Da im Zelt keine Regale aufgestellt werden können, werden die Bedürftigen in der Übergangszeit selbst gemeinsam mit einem Mitarbeiter Lebensmittelkörbe packen. Ab 11. Dezember soll die Ausgabe wieder wie gewohnt in den alten Räumen stattfinden.

2017-11-27T00:29:54+00:00